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S&S Systems neemt ControlSpan b.v. over.

Na uitgebreide besprekingen heeft S&S Systems b.v. het bedrijf ControlSpan b.v. overgenomen.


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Verfügbarkeit erhöhen - ein gewinnsteigerndes Erfolgskonzept


APR 9. 06. September  2006  (PDF Format)

 

 

Teil 2: Philosophie der verringerung von Ausfallzeiten, und wie man die erforderlichen Daten erhält.


Um Ausfallzeiten nachhaltig zu verringern, sind gute lnformationen und darauf aubauend geeignete Maβnahmen erforderlich. Durch die Untersuchung aller notwendigen Schritte ist ein Prozessmodell erstellt worden. Dieser Prozess wird im Ablaufdiagramm in Abb. 3 gezeigt.
Ein erster, aber sehr wichtiger Schritt zur Erreichung des definierten Ziels besteht in der Erkenntnis, dass die Verringerung von Ausfallzeiten als Prozes angesehen werden sollte. Diese Erkenntnis ebnet den Weg beispielsweise zum Einsatz von bewährten Strategien wie das sogenannte',,Business Process lmprovement" (BPl / Asset management) zur wirksamen und leistungsfähigen Verbesserung. Jeder Schritt im Prozess wird natürlich durch Bedingungen begleitet, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
lm Allgemeinen kann dieser Prozess nur dann gut funktionieren, wenn alle Beteiligten über die lnstrumente und Überzeugung verfügen, um gut zu kommunizieren und sorgfältig zusammenzuarbeiten. Der menschliche Faktor spielt also in der Erfassungs-, Analyse- und Verbesserungsphase eine wichtige Rolle. Die nächsten Kapitel geben weitere Angaben über die Prozessschritte des Ablaufdiagramms und die Prozessbedingungen.

Funktionaler Ansatz (bezüglich der Produktionsinstallationen)

Neben der Wichtigkeit eines prozessorientierten Ansatzes zur Verringerung von Ausfallzeiten stellt die Beschreibung des Produktionsprozesses, möglichst weitgehend in Funktionen, ein wesentliches Element unserer Philosophie dar. Jeder Schritt im Produktionsprozess, jeder Arbeitsgang in der Herstellung kann als Durchführung einer Funktion in der Fertigung betrachtet werden. Und jede Funktion kann als Ergebnis von zwei oder mehreren Unterfunktionen usw. betrachtet werden. So lässt sich der Produktionsprozess als ,Sparrendiagramm" visualisieren: der Hauptproduktionsprozess bildet das Rückgrat, wärend die Äste Funktionen und Unterfunkionen sind. Diese Aufschlüsselung geht in einem grauen Bereich weiter, wo aus geografischen Definitionen Grundursachen werden, z.B. ein mögliches ,Blatt' könnte so bezeichet werden: ,,Klebstofflieferungen nicht eingetroffen". Mit einer solchen Beschreibung können alle Fehlfunktinen jetzt einer Funktion zugeordnet werden, die nicht ordnungsgemäβ  ausgeführtwerden kann.Je mehr Einzelheiten über die Ursache bekannt sind, desto genauer ist die mögliche Erfassung der Fehlfunktion und ihrer Grundursache. Diese Sichtweise des Prozesses at folgende Vorteile:

  • Detaillierte Kenntnisse der angewandten Technologie sind nicht erforderlich. Technische und betriebswirtschaftliche lnformationen verschmelzen miteinander. Die lnformationen werden multifunktional: Sie werden auch für Nicht-Techniker verständlich. Dies verbessert bereichsübergreifende Kenntnisse und Kommunikation und fördert dadurch die Problemlösung. Sie versetzen (leitende) Führungskräfte in die Lage, Leistungsmerkmale verschiedener Standorte durch die Prozessanalyse auf höheren Ebenen zu erfassen (einer der Grundsätze erstklassiger Produktion).
  • Weil nicht zwischen technik- und produktionsbedingten Fehlfunktionen unterschieden wird, wird die oft ungesunde, Konkurrenz zwischen Abteilungen wie technische Dienste und Produktion (mitsamt ihren Etats) beseitigt. Die lntegration dieser Abteilung wird sich verbessern.
  • Nach der Ersatzbeschaffung von Prozessanlagen müssen lediglich die tieferen Ebenen des ,Baums' angepasst werden. Aufder höheren funktionalen Ebene wird sich nichts ändern. Es wird deshalb keine Lücke in der Analyse der lnstallation geben. Diese funktionale Definition des Produktionsprozesses wird im Erfassungsschritt des Prozesses der Verringerung von Ausfallzeiten sehr nützlich sein und spielt im Analysenschritt, eine entscheidende Rolle.
Abb. 3: Prozess der Verringerung von Ausfallzeiten.

Rahmen des Prozesses

Um Missverständnisse zu verhindern, hilft es, sich den Rahmen des Prozesses der Verringerung von Ausfallzeiten zu vergegenwärtigen. Der Prozess der Verringerung von Ausfallzeiten

  • konzentriert sich auf den Produktionsprozess und eng damit verbundene Hilfsprozesse wie Stoffaubereitung und Energieversorgung;
  • wird in der Regel nicht durch Wartungssoftware unterstützt. Bei Wartungssoftware handelt es sich hauptsächlich um ein lnstrument zur Verwaltung der Kosten der Wartungsabteilung. Zu den Datenarten, die Wartungssoftware erfassen will, gehört der zeitaumand für ein bestimmtes Teil. Dieses Teil kann ein Ersatzteil sein, und Arbeiten daran unterbrechen die Produktion auf der Maschine nicht;
  • wird nur selten wirkungsvoll vom Prozessrechner, ERP-System und anderen Logistik- oder Produktions verwaltungssystemen unterstützt. Zu den Funktionen von betriebswirtschaftlichen Softwaresystemen (ERP) zählt die Erfassung von lnformationen (z.B. Fertigungsmengen) über den Prozess während der produktiven Betriebszeit des Werks. Es kommt selten vor, dass ausführliche lnformationen über den Maschinenstand bei Störungen gesammelt werden. Man kann sagen, dass betriebswirtschaftliche Softwaresysteme sich auf die produktive Betriebszeit konzentrieren. Software zurVerringerung von Ausfallzeiten konzentriert sich auf den Bereich der Ausfallzeiten. Dies wird in Abb. 4 schematisch dargestellt.

 

 

Abb. 4: Schwerpunkte des Prozesses und Intrumente zur Verringerung von Ausfallzeiten.

 

Erfassung von wesentlichen lnformationen über Prozessausfälle

Ohne aussagekräftige und solide Daten über die Ausfallzeitmengen und -ursachen (Fehler, Stillstände, unzulässige Qualitätsabweichungen) ist es nicht möglich, eine Analyse überhaupt durchzuführen. Die Erfassung und Verifizierung von Daten sind also die ersten Schritte, die unternommen werden müssen.

Erfassung
 lm ldealfall würde eine Maschine vollständig mit Sensoren ausgestattet sein, die jeden Prozessfehler erkennen und ihn in einerzentralen Datenbank erfassen könnten. Dies wird allerdings noch auflange Zeit Utopie bleiben. lrgendwann wird es vielleicht Systeme und Sensoren geben, die ein Problem am Prozessende mit dem Fehler eines Bedieners irgendwo anders in Beziehung setzen können. Bis dahin muss der ,menschliche Sensor' weiterhin bemüht werden, der von den Leuten in der Fabrikgebildet wird, die den Prozess betreuen.

Um den Arbeitsaufwand zu minimieren und die Qualität der erfassten Daten zu maximieren, sollte ein Software instrument bereitgestellt werden, das den Bediener in der Zusammensetzung jeder Erfassung von Ausfallzeiten schrittweise führt. Die Anforderungen an diesen Zusammensetzungsprozess sollten also wie folgt sein:

  • Der Zeitpunkt, die Zeitdauer und die Produktionsmannschaft sollten beschrieben werden.
  • Widersprüchliche und unmögliche Erfassungen sollten verhindert werden. Der Einsatz einer funktionalen Beschreibung der lnstallation, mit der konkrete Ausfallzeiten verknüpft sind, kann dies beispielsweise bewerkstelligen.
  • Die Erfassungstiefe sollte flexibel bleiben: es sollte dem Bediener überlassen sein, wie ausführlich (tief) der Fehler beschrieben werden kann (man kann nicht beschreiben, was noch - nicht bekannt ist). Qualität hat Vorrang vor Quantität.
  • Es sollte eine Möglichkeit vorhanden sein, um Bemerkungen über den Fehler einzugeben. Eine Bemerkung kann dazu dienen, den Fehler näher zu spezirlzieren, um die angenommene Fehlerursache anzugeben, um eine mögliche Lösung zur Verhinderung des Problems in Zukunft vorzuschlagen usw.
  • Es sollte maschinennahe erfolgen (vielleicht an mehr als einer Erfassungsstelle).
  • Es sollte schnell und einfach erfolgen und den tatsächlichen Prozess nicht behindern, indem vom Bediener zu viel verlangt wird.

Abb. 5 gibt ein Beispiel, wie viele (wenige) Schritte zur Erfassung eines Fehlers in einem Erfassungsbereich notwendig sind, wie es im S&S-MIS umgesetzt wurde.

  • Um die optimale Nutzung der erfassten Daten zu gewährleisten, sollten die Daten veröffentlicht werden und bei BedarfzurVerügung stehen. Trotz der Tatsache, dass dies heutzutage keine technische Hürde mehr darstellt, zögern viele Unternehmen, diese Technologie einzuführen.
Abb. 5: Auswahl einer Funktion oder eines Maschinenteils, um Produktionsfehler zu erfassen.

Korrektur und Rückmeldungen

ln einigen Situationen ist es erforderlich, die erfassten Daten zu einem späteren Zeitpunkt mit anderen Produktionsdaten zu verirlzieren, die in der ZwiJchenzeit durch andere Systeme (Produktionsverwaltung) bzw. durch Gespräche über den Produktionsprozess (Produktionsleitung) zur Verfügung stehen. Diese Verifizierung kann zu Korrekturen der ursprünglich erfassten Daten führen.

lnstrumente zur schnellen und einfachen Durchführung dieses Korrekturschritts sollten Teil der Unterstützungssoftware sein. Nach diesem Korrekturschritt müssen die bereits veröffentlichten Daten durch die korrigierten Daten ersetzt werden, um die Mitarbeiter richtig zu informieren. Neben der Korrektur erfasster Daten ist es natürlich sinnvoll, den Erfassungsprozess selbst ständig zu verbessern. Wenn man dem Bedienungspersonal regelmäige Rückmeldungen gibt, werden die Mitarbeiter weiterhin motiviert sein, Ausfallzeiten so gut wie nur möglich zu erfassen.

Rückmeldungen können in zwei Richtungen erfolgen. Erstens ist es wichtig, dass das Bedienungspersonal sieht, dass die von ihm erfassten Daten genutzt werden. Dies ist möglich nicht nur durch die Veröffentlichung der erfassten und korrigierten Daten sondern auch durch einige Diagramme, die sich aus der Analyse dieser Daten ergeben. Zweitens sollte die Produktionsleitung das Bedienungspersonal positiv schulen, um die Erfassung derAusfallzeiten zu verbessern. Die Produktionsleitung kann sich ein klares Bild der Qualität der erfassten Daten durch einen Vergleich dieser Daten mit lnformationen der Produktionsverwaltung und ihres eigenen allgemeinen Eindrucks nach der Auswertung einiger Analyseberichte machen.

Ohne ein wirksames Rückmeldungssystem sind Erfassungsarbeiten eine Verschwendung von Zeit, Energie und Celd. Mit anderen Worten: Erfassung ist das Schloss, Rückmeldungen sind derSchlüssel. Ohne ihre Wechselwirkung lässt sich dieTürzur Verbesserung nicht öffnen.

 

Teil 3: Analyse der Ausfallzeitdaten und Korrekturmassnahmen